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4,42 € |
+0,18 € |
+4,08 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007235301 |
723530 |
- € |
- € |
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SGL CARBON verkaufen 03.05.2010
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Magdalena Wasowicz und Helge Rechberger, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von SGL CARBON (ISIN DE0007235301 / WKN 723530) von "halten" auf "verkaufen" herab.
SGL Group habe im ersten Quartal 2010 den Umsatz um knapp drei Prozent auf EUR 304 Mio. steigern können. Das Betriebsergebnis sei um zwölf Prozent auf EUR 25,8 Mio. zurückgegangen.
Das mit einem Umsatz von EUR 170 Mio. größte Segment der SGL Group, Performance Products, habe fast 20% mehr abgesetzt als im Vergleichszeitraum. Es seien Kosteneinsparungen von etwa EUR 2 Mio. generiert worden. Trotzdem sei das Betriebsergebnis um 14% auf EUR 34 Mio. gesunken. Zurückzuführen sei das auf höhere Rohstoffkosten, die nicht hätten weitergegeben werden können, sowie Anlaufkosten für die neue Fertigung in Malaysia. Während die Nachfrage nach Graphitelektroden aus der Stahlindustrie wieder gestiegen sei, sei der Endmarkt für Kathoden weiterhin schwach. Denn der Hauptabnehmer (Aluminiumindustrie) belasse Investitionen auf einem sehr tiefen Niveau. Eine Besserung sei hier im Laufe des Geschäftsjahres nicht zu erwarten. Auch der Preisdruck bei Graphitelektroden könne noch stärker werden, trotz höherer Rohstoffkosten.
Der zweitgrößte Bereich Graphite Materials & Systems habe unter Umsatzeinbußen von 15% gelitten. Das Betriebsergebnis habe sich auf EUR 5,2 Mio. halbiert, im Wesentlichen aufgrund der niedrigeren Fixkostenabdeckung. Nichtsdestotrotz habe SGL Group im Berichtszeitraum eine Belebung des Auftragsverhaltens verzeichnet, sodass man schon im zweiten Quartal höhere Umsätze erwirtschaften möchte. Aufgrund der Zeitverzögerung zwischen Auftragseingang und -bearbeitung werde sich diese Belebung erst im zweiten Halbjahr im Betriebsergebnis widerspiegeln.
Der kleinste Bereich Carbon Fibers & Composites schreibe weiterhin rote Zahlen. Einerseits würden hier bestehende Überkapazitäten im Carbonfasermarkt belasten, andererseits sei die Nachfrage auf den wichtigsten Endmärkten wie Flugzeugbau oder Sport bzw. Konsum noch auf tiefen Niveaus. In diesem Segment sei für das gesamte Jahr mit einem negativen Betriebsergebnis zu rechnen.
Aufgrund der anhaltend schwierigen und unsicheren Nachfrage- und Preissituation nehmen die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre Einschätzung für die SGL CARBON-Aktie von "halten" auf "verkaufen". (Analyse vom 03.05.2010) (03.05.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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